Hoffnung auf Beendigung des Dramas in Griechenland bringt Auftrieb für den Euro
Die Gemeinschaftswährung startet zum Yen und zum US-Dollar gefestigt in die Handelswoche. Der Wechselkursanstieg gilt als Maß für den Risikoappetit, der nicht zuletzt in der geldpolitischen Lockerung begründet ist sowie auch in der Hoffnung, dass nun ein Ende des Zerrens um den Schuldenschnitt und damit ein weiteres Rettungspaket in Griechenland erzielt ist.
Am Samstag hat die People´s Bank of China, die PBoC, mit Wirkung ab 24. Februar den Mindestreservesatz um 50 Basispunkte auf 20,5 Prozent für Geschäftsbanken gesenkt. Letztlich hatte die People´s Bank of China dies am 5. Dezember getan. Die Senkung gilt unter Experten als sehr gute Nachricht für die Kapitalmärkte. Letztlich wird durch die geldpolitische Lockerung eine Liquidität mit einem Volumen von 400 Milliarden Yuan freigesetzt.
Ein weiterer wichtiger Aspekt am Markt ist das Treffen der Eurogruppe, das in den Fokus gelangt ist. Bei diesem wird über das weitere Rettungspaket für Griechenland eine Entscheidung getroffen. Der Chef der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, hat im Vorfeld schon die Einigung in Aussicht gestellt, denn bisher haben die Griechen die verschärften Bedingungen, beispielsweise die zusätzlichen Einsparungen im Umfang von 325 Millionen Euro, immer erfüllt. Weiterhin werden wohl auch die Einzelheiten des Forderungsverzichtes der Privaten Gläubiger gegenüber Griechenland nun noch einmal thematisiert. Die Europäische Nationalbank hat wohl auch schon über ihre Bestände Athener Staatsanleihen gegen neue Schuldentitel mit anderen Konditionen getauscht, um so dem Schuldenschnitt entgehen zu können.
Ungeachtet dessen und den insgesamt positiven Aussichten ist der heutige Tag wohl generell von einem erhöhten Ereignisrisiko geprägt, was die Volatilität an den Devisenmärkten wohl intensiv ausgeprägt zeigen dürfte. Eine sich abzeichnende Lösung kann aber eine Risikobereitschaft erhöhen und damit eine Stütze für den Euro bedeuten.
Zum Wochenbeginn konnte der Euro vor den bedeutsamen Entscheidungen über das zweite Hilfspaket für Griechenland dennoch über die Marke von 1,32 US-Dollar ansteigen.
Der Goldpreis
Der Preis für die Feinunze des gelben Edelmetalls hat sich zum Wochenanfang um 0,30 Prozent erhöht. Damit kostet die Feinunze Gold nun 1.729,00 US-Dollar.
Die wichtigsten Währungspaarungen
Für die Paarung EUR/GBP haben sich zum Anfang der Handelswoche Kursgewinne von 0,15 Prozent ergeben. Diese bedeuten für die Paarung einen Kurs von 0,8320. Bei der Paarung EUR/JPY haben sich zum Montagmorgen Kursgewinne im Umfang von 0,28 Prozent ergeben. Für das Paar geht aus diesen Entwicklungen ein Kurs von 104,84875 hervor. Bei der Paarung EUR/CHF liegen die Kursgewinne bei 0,01 Prozent, was für das Paar einen Kurs von 1,2084 bedeutet. Das Paar EUR/USD kann zum Anfang der Handelswoche Kursgewinne von 0,40 Prozent verzeichnen, die die Paarung damit auf einen Kurs von 1,3197 hieven.

