Abstufung durch Moody´s bringt Verluste für den Euro gegenüber dem US-Dollar
Nach einem weiteren Kahlschlag, der durch die Rating-Agenturen stattgefunden hat, gerät die Gemeinschaftswährung nun massiv unter Druck. Zunächst hatte Standard & Poor´s kurz vor dem Jahreswechsel viele Länder aus der Eurozone abgestuft. Moody´s hat es S & P nun gleichgetan. Insgesamt sind es sechs Länder aus der Eurozone, die nun abgesenkt wurden. Dazu gehören Italien und Portugal sowie auch Spanien. Für Frankreich wurde der Ausblick auf negativ durchgeführt. Die Gemeinschaftswährung rutschte nach dieser Abstufung gegenüber dem US-Dollar ab und erzielte ein Niveau von 1,3150 US-Dollar.
Zum Pfund kann sich die Gemeinschaftswährung aber weiterhin recht stabil halten. Hintergrund ist, dass Moody´s nicht nur innerhalb der Eurozone massive Abstufungen vorgenommen hat, sondern auch den Ausblick für Großbritannien auf negativ reduziert hat. Das ist für die Märkte eine überraschende Entwicklung, denn noch vor dem letzten Jahreswechsel hatte S & P den Ausblick für Großbritannien noch bestätigt.
Gegenüber dem Yen geht es für die Gemeinschaftswährung aber sogar aufwärts. Die japanische Notenbank druckt nämlich frisches Geld, um massiv gegen die drohende Deflation vorzugehen.
Das Kaufziel für die Wertpapiere wurde in Japan insgesamt um 10 Billionen Yen auf nunmehr 65 Billionen Yen erhöht. Weitaus wichtiger ist nach Expertenmeinung die Einführung eines ausdrücklichen Inflationsziels seitens der BoJ. Mit dieser Einführung will die BoJ nach eigenen Bestätigungen ihre Konsequenz zur Bekämpfung der Deflation signalisieren. Während die BoJ grundsätzlich mittel- und langfristig eine Inflationsrate von zwei Prozent als sinnvoll erachtet, steuert sie gemäß eigenem Statement für einen kurzen Zeitraum das Ziel von einem Prozent an.
Der Vormittagsverlauf könnte Daten im Hinblick auf die Industrieproduktion aus der Eurozone sowie dem ZEW-Index liefern. Am Nachmittag werden dann die Einzelhandelsumsatzzahlen aus den USA erwartet. Hier gehen Experten für den Januar von einem Anstieg aus, der sich bei 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat Dezember einpendeln könnte.
Der Goldpreis
Der Preis für die Feinunze des gelben Edelmetalls hat sich zum Dienstagmorgen um 0,35 Prozent reduziert. Damit erzielt die Feinunze Gold nun einen Preis von 1.715,75 US-Dollar.
Die wichtigsten Währungspaarungen
Die Paarung EUR/GBP hat zum Dienstagmorgen einen Kursgewinn von 0,09 Prozent erzielt. Für das Paar ergibt sich hieraus ein Kurs von 0,8371. Bei der Paarung EUR/JPY liegen zum Dienstagmorgen Kursgewinne von 0,71 Prozent vor. Das Paar erzielt aus diesen Entwicklungen einen Kurs von 102,6040. Bei der Paarung EUR/CHF haben sich zum Dienstagmorgen Kursverluste ergeben. Diese liegen bei 0,01 Prozent. Für das Paar resultiert aus diesen Verlusten ein Kurs von 1.2084. Bei der Paarung EUR/USD sind zum Dienstagmorgen Kursverluste von 0,03 Prozent gegeben, die der Paarung damit einen Kurs von 1,3171 bescheren.

